Beitrag 07.02.06
In der letzten Veranstaltung in diesem Semester haben wir wieder festgehalten, dass Informationen von links nach rechts vermittelt werden. Das Wahrnehmungsfeld erweitert sich im Laufe der Veranstaltungen, doch bei Desinteresse des Lehrenden schränkt es sich bei dem Zuhörer wieder ein. Das Gedächtnis ist in drei Teile unterteilt:
Respektives Gedächtnis – Ordnung Intelligenz
(Rückgriff auf Erfahrung)
Prospektives Gedächtnis – Spiel Begabung
(Voraussehen und planen)
Aspektives Gedächtnis – Ansehen und Betrachten des Ganzen
Dazu sollten wir ein Schema erstellen, wie wir uns die Verbindungen der einzelnen Teile vorstellen:
leider konnte ich die von mir angefertigte Grafik nicht hierher kopieren:-(
Hier ein paar Fakten zum Gedächtnis
www.wikipedia.org--> gedächtnis mit dem Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ged%C3%A4chtnis

Unter Gedächtnis oder Mnese versteht man die Fähigkeit des Gehirns, Informationen aufzunehmen, zu behalten, zu ordnen und wieder abzurufen. Die heutige Forschung unterscheidet dabei vor allem zwischen dem Arbeitsgedächtnis, das früher Kurzzeitgedächtnis genannt wurde, und dem Langzeitgedächtnis. Es gibt jedoch auch Gedächtnisinhalte (mnestische Inhalte) - z.B. für häufige Bewegungsmuster wie das Gehen - die im Rückgrat und andernorts verspeichert werden.
Gedächtnisprozesse
Modell des menschlichen GedächtnissesFolgende vier Gedächtnisprozesse werden unterschieden:
Lernen/Enkodierung = Neues Einspeichern von Informationen in das Langzeitgedächtnis
Behalten = Bewahren von wichtigen Informationen durch regelmäßigen Abruf
Erinnern/Abruf = Reproduktion oder Rekonstruktion von Gedächtnisinhalten
Vergessen = Zerfall von Gedächtnisspuren oder Abruf-Interferenzen durch konkurrierende Informationen
Gedächtnisrelevante (neuro-)anatomische Strukturen
Im Gegensatz beispielsweise zur Sprache gibt es kein umschriebenes Gedächtniszentrum im Gehirn. Trotzdem kann man verschiedene anatomische Strukturen unterscheiden, die speziell dem Erinnerungsvermögen zuzuordnen sind.
Sinnesorgane
limbisches System
Hippocampus
Amygdala
Präfrontaler Cortex
Thalamuskerne
Kleinhirn
Abgrenzbare Einzelbereiche des Langzeitgedächtnisses
Priming
Unbewusst wahrgenommene Zusammenhänge
zum Beispiel Blatt - Baum
verschaltet vor allem im Scheitellappen (Parietallappen).
Emotionale Bewertung und Zugang zum Gedächtnis
verschaltet im Limbischen System
Hippocampus und Amygdala
vielfach mit Gerüchen assoziiert.
Prozedurales Gedächtnis
Bewegungsabläufe, die man erlernt und die man dann weitgehend unbewusst abrufen kann.
beispielsweise Gehen, Radfahren, Tanzen, Autofahren
wird in den Basalganglien und im Kleinhirn verschaltet
und ist eng mit Muskel- und Gleichgewichtssinn verknüpft.
Episodisches Gedächtnis
Speicherung von persönlichen Erlebnissen. Die eigene Geschichte
zum Beispiel die erste Begegnung mit der Freundin
beispielsweise der Hundebiss
verschaltet im Schläfenlappen (Temporallappen) und Scheitellappen (Parietallappen).
Semantisches Gedächtnis
Daten und Fakten, die man bewusst erlernt hat
zum Beispiel:"Wie heißt die Hauptstadt von Russland ?"
verschaltet im Schläfenlappen.
Krankheiten
Amnesie
retrograde Amnesie
anterograde Amnesie
globale Amnesie
Alzheimersche Krankheit
Amnestischer Block
Demenz
Das Arbeitsgedächtnis (eng."working memory")
Das Modell des Kurzzeitgedächtnisses wurde in den letzten 25 Jahren durch das Modell "Arbeitsgedächtnis" abgelöst, das folgende drei Systeme beinhaltet: Der räumlich-visuelle Notizblock zur kurzfristigen Speicherung von visuellen Eindrücken. Die artikulatorische Schleife dient zur Speicherung von verbalen Informationen, welche durch ein inneres Wiederholen relativ lange verfügbar bleiben können. Die Zentrale Exekutive verwaltet beide Systeme und verknüpft Informationen aus diesen Systemen mit dem Langzeitgedächtnis.
Langzeitgedächtnis
Das Gedächtnis ist nicht nur thematisch, sondern auch zeitlich organisiert. Eine neue Erfahrung, ein neu trainiertes Bewegungsmuster kommt zuerst in den Arbeitsspeicher des "Kurzzeitregisters", auf das wir die schnellste Zugriffszeit haben und dessen Leistungsfähigkeit durch die Kurzspeicherkapazität begrenzt ist. Es muss aber aus Gründen der Ökonomie öfter von Ballast befreit werden. Als wichtig erkannte oder stark durch Assoziationen verknüpfte Inhalte werden ins Mittel- oder ins Langzeit-Register verschoben; unwichtigeres wird großteils gelöscht.
Je häufiger ein Inhalt aufgerufen, eine Bewegung ausgeführt wird, desto feiner wird das Feedback - und damit die Beurteilung und Optimierung. Letztere bedeutet auch, unnötige Parameter nicht mehr zu speichern und wichtige andernorts zu verknüpfen. Die Verankerung im Gedächtnis nimmt einerseits mit der Relevanz und der Anzahl der Assoziationen zu, andererseits auch mit der emotionalen Bedeutung.
Berühmte Gedächtnismenschen
der Amnesiepatient H.M. (siehe Brenda Milner)
Der Neurologe (Gehirnforscher) Alois (Aloys) Alzheimer
der englische Soldat Adrian Mills, der nach einem Sturz einen Teil seines Gedächtnis verloren hat.(Der Spiegel. Hamburg 2002, 42)
Tony Buzan der Mnemotechniken zum Gedächtnistraining entwickelt hat
Clemens Mayer der aktuelle Gedächtnissport-Weltmeister
Kim Peek, Inselbegabter, berühmt durch den Filmhit Rain Man.
Respektives Gedächtnis – Ordnung Intelligenz
(Rückgriff auf Erfahrung)
Prospektives Gedächtnis – Spiel Begabung
(Voraussehen und planen)
Aspektives Gedächtnis – Ansehen und Betrachten des Ganzen
Dazu sollten wir ein Schema erstellen, wie wir uns die Verbindungen der einzelnen Teile vorstellen:
leider konnte ich die von mir angefertigte Grafik nicht hierher kopieren:-(
Hier ein paar Fakten zum Gedächtnis
www.wikipedia.org--> gedächtnis mit dem Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ged%C3%A4chtnis

Unter Gedächtnis oder Mnese versteht man die Fähigkeit des Gehirns, Informationen aufzunehmen, zu behalten, zu ordnen und wieder abzurufen. Die heutige Forschung unterscheidet dabei vor allem zwischen dem Arbeitsgedächtnis, das früher Kurzzeitgedächtnis genannt wurde, und dem Langzeitgedächtnis. Es gibt jedoch auch Gedächtnisinhalte (mnestische Inhalte) - z.B. für häufige Bewegungsmuster wie das Gehen - die im Rückgrat und andernorts verspeichert werden.
Gedächtnisprozesse
Modell des menschlichen GedächtnissesFolgende vier Gedächtnisprozesse werden unterschieden:
Lernen/Enkodierung = Neues Einspeichern von Informationen in das Langzeitgedächtnis
Behalten = Bewahren von wichtigen Informationen durch regelmäßigen Abruf
Erinnern/Abruf = Reproduktion oder Rekonstruktion von Gedächtnisinhalten
Vergessen = Zerfall von Gedächtnisspuren oder Abruf-Interferenzen durch konkurrierende Informationen
Gedächtnisrelevante (neuro-)anatomische Strukturen
Im Gegensatz beispielsweise zur Sprache gibt es kein umschriebenes Gedächtniszentrum im Gehirn. Trotzdem kann man verschiedene anatomische Strukturen unterscheiden, die speziell dem Erinnerungsvermögen zuzuordnen sind.
Sinnesorgane
limbisches System
Hippocampus
Amygdala
Präfrontaler Cortex
Thalamuskerne
Kleinhirn
Abgrenzbare Einzelbereiche des Langzeitgedächtnisses
Priming
Unbewusst wahrgenommene Zusammenhänge
zum Beispiel Blatt - Baum
verschaltet vor allem im Scheitellappen (Parietallappen).
Emotionale Bewertung und Zugang zum Gedächtnis
verschaltet im Limbischen System
Hippocampus und Amygdala
vielfach mit Gerüchen assoziiert.
Prozedurales Gedächtnis
Bewegungsabläufe, die man erlernt und die man dann weitgehend unbewusst abrufen kann.
beispielsweise Gehen, Radfahren, Tanzen, Autofahren
wird in den Basalganglien und im Kleinhirn verschaltet
und ist eng mit Muskel- und Gleichgewichtssinn verknüpft.
Episodisches Gedächtnis
Speicherung von persönlichen Erlebnissen. Die eigene Geschichte
zum Beispiel die erste Begegnung mit der Freundin
beispielsweise der Hundebiss
verschaltet im Schläfenlappen (Temporallappen) und Scheitellappen (Parietallappen).
Semantisches Gedächtnis
Daten und Fakten, die man bewusst erlernt hat
zum Beispiel:"Wie heißt die Hauptstadt von Russland ?"
verschaltet im Schläfenlappen.
Krankheiten
Amnesie
retrograde Amnesie
anterograde Amnesie
globale Amnesie
Alzheimersche Krankheit
Amnestischer Block
Demenz
Das Arbeitsgedächtnis (eng."working memory")
Das Modell des Kurzzeitgedächtnisses wurde in den letzten 25 Jahren durch das Modell "Arbeitsgedächtnis" abgelöst, das folgende drei Systeme beinhaltet: Der räumlich-visuelle Notizblock zur kurzfristigen Speicherung von visuellen Eindrücken. Die artikulatorische Schleife dient zur Speicherung von verbalen Informationen, welche durch ein inneres Wiederholen relativ lange verfügbar bleiben können. Die Zentrale Exekutive verwaltet beide Systeme und verknüpft Informationen aus diesen Systemen mit dem Langzeitgedächtnis.
Langzeitgedächtnis
Das Gedächtnis ist nicht nur thematisch, sondern auch zeitlich organisiert. Eine neue Erfahrung, ein neu trainiertes Bewegungsmuster kommt zuerst in den Arbeitsspeicher des "Kurzzeitregisters", auf das wir die schnellste Zugriffszeit haben und dessen Leistungsfähigkeit durch die Kurzspeicherkapazität begrenzt ist. Es muss aber aus Gründen der Ökonomie öfter von Ballast befreit werden. Als wichtig erkannte oder stark durch Assoziationen verknüpfte Inhalte werden ins Mittel- oder ins Langzeit-Register verschoben; unwichtigeres wird großteils gelöscht.
Je häufiger ein Inhalt aufgerufen, eine Bewegung ausgeführt wird, desto feiner wird das Feedback - und damit die Beurteilung und Optimierung. Letztere bedeutet auch, unnötige Parameter nicht mehr zu speichern und wichtige andernorts zu verknüpfen. Die Verankerung im Gedächtnis nimmt einerseits mit der Relevanz und der Anzahl der Assoziationen zu, andererseits auch mit der emotionalen Bedeutung.
Berühmte Gedächtnismenschen
der Amnesiepatient H.M. (siehe Brenda Milner)
Der Neurologe (Gehirnforscher) Alois (Aloys) Alzheimer
der englische Soldat Adrian Mills, der nach einem Sturz einen Teil seines Gedächtnis verloren hat.(Der Spiegel. Hamburg 2002, 42)
Tony Buzan der Mnemotechniken zum Gedächtnistraining entwickelt hat
Clemens Mayer der aktuelle Gedächtnissport-Weltmeister
Kim Peek, Inselbegabter, berühmt durch den Filmhit Rain Man.
cmackrott - 9. Feb, 12:29


